Zum Glück bleibt Familie Pohle! Gewinn für deutschen Gehsport
Zwei junge Frauen werden wir nicht mehr zu Wettkämpfen sehen:


Mit Charlyne Czychy und Christine Elß verliert auch der Deutsche Geherpokal zwei hochkarätige Punktlieferanten für ihren Verein.
Sie sind nicht die ersten und werden nicht die letzten Athleten sein, die mit dem Leistungssport aufhören. Die viel berühmten Spatzen pfiffen es schon im Dezember von den Dächern. Charlyne spielte locker Basketball und Christine ward nicht mehr gesehen. So weit auch so gut. In diesem Zusammenhang sei aber doch gefragt, wie tief ist der Virus “Gehsport” in den Aktiven verankert, wenn sie sich mit dem Gedanken beschäftigen, das leistungsorientierte Training zu beenden? Fakt ist, das schon nicht große Gehervölkchen verliert ihre Talente und (ehemaligen) Spitzenkönner (fast alle dann für immer). Nach London wird Andre Höhne aufhören, vielleicht auch Melanie Seeger?
Ja, das Leben ist vergänglich. Deshalb sollten bereits zu Anfang der Laufbahn Wurzeln für den “Geher-Virus” gelegt werden. Vielleicht läßt sich mit diesem Virus so manche extreme Belastung auch zu leistungsorientierten Zeiten besser ertragen? Ohne diesen Virus, schon zu ERFOLGREICHEN ZEITEN EINVERLEIBT, bleiben Athleten nur mit unserer Sache verbunden, wenn sie auch “danach” eine Planstelle bekommen. Die ohne Virus - das wírd dann so weiter vererbt - ohne Virus. Alles oft viel zu kurz gesehen, dann, wenn nur die Normeritis zählt, oder?
Denn, wo sind all die Athleten der letzten Jahre? Von Erm über Albrecht, Tonat (beispielhaft) oder auch S. Krause, Poreba, Birkemeyer, M.Krause oder Werner geblieben? Können wir uns diesen Status Quo so leisten? Das Überaltern verantwortlicher Trainer, Übungsleiter, Veranstalter und Organisatoren ist augenscheinlich. Es gibt nur ganz, ganz wenige Beispiele dafür, die zeigen, es geht auch anders. Hoffen wir, von diesen WENIGEN, wie den Trautmännern (Gleina) als Beispiel für die Organisation, Volker Umlauft (Berlin) und Marino Grandi (Laucha) als Trainer oder Kilian Wenzel (Halle) als Gehrichter, geht ein Impuls aus! Damit die jüngere Generation noch mehr und besser das Heft des Handelns in ihre Hände nimmt.

Ein Hagen Pohle (SC Potsdam) ist sich schon als “Leistungssportler zur Aktiven-Zeit” seiner Verantwortung für den Gehsport voll bewußt.
Mit seinem Tun hat er sogar die ganze Familie infiziert. Wir sollten aus diesen wenigen Beispielen die Kraft und den Mut ziehen, unseren Beitrag zum Erhalt der Gehsport-Disziplinen auch auf leistungssportlichem Gebiet zu leisten.
