Nachschlag zu Dortmund
Seit Beginn des neuen Jahres startet Steffen Borsch im Dress seines neuen Vereins SV Halle. Eigentlich war für Dortmund, aufgrund der komischen Ausschreibung, nur ein Doppelstart geplant - mehr nicht!

Zwei hervorragende sportliche Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften in der Halle am 28. und 29.1. in Dortmund lieferte Steffen Borsch (SV Halle) ab.
Seine 12:49 von Samstag mit der besten Leistung des Tages (99 Punkte) und die 21:43 vom Sonntag (101 Punkt) waren nicht alles, was der Jung - Senior mitzuteilen hatte. Er war sich am Sonntag durchaus seiner Rolle als “Retter” der Meisterschaft der Männer bewußt. Wohl wissend und damit auch unzufrieden machend, die Tatsache, da trainieren in Südafrika gleich eine Reihe von Athleten, deren “Fernbleiben” ihm erst die Medaille sicherte.

Gespannt schauten die anderen schnellen Geher am Sonntag bei der Siegerehrung auf Steffen Borsch.
Wie würde er seinen Unmut über vergebene sportliche Möglichkeiten und der ungenügenden Beachtung der Geher beim DLV bei der Siegerehrung Ausdruck verleihen? Steffen ballte nicht die “Black Panther”-Faust, wie andere bei Olympia 1968 und er verweigerte auch nicht die bloße Annahme der Medaille. Trotzdem verlief dann nicht alles wie sonst immer. Zumindest ein Teil der Zeremonie wollte er boykottieren. Das Umhängen der Medaille! In seiner burschikos bekannten Art knirrschte er: “Kann ich auch so in die Hand nehmen!” hervor. Gesagt, getan. Und so geschah es. Für einen Moment schauten auch die anderen “nicht normal”. Und das war´s dann. Ja…? Nein! Der Jung-Senior, auch bekannt dafür, dass er mal jemanden drei Runden zieht, was nicht jeder gern sieht. Junge Wilde zum moderaten “Angehen” bewegt. Oder er kann als “Pacemaker” sogar anderen zu Weltrekorden verhelfen (Kersti Plätzer / Hildesheim).
Nein, Steffen macht sich, wie man so schön sagt, über sportliche Dinge oft mal “´ne Rübe”! Ob das um Zusammenlegen von Läufen/Wettbewerben geht, um Trennen in Läufe nach Leistung etc.! Immer FÜR, wie wir hier auch, um Erhalt und Entwicklung des Gehsports bemüht. Auch, wenn da manchmal etwas wirklich nicht geht. Und so kam er auch länger mit den Gehrichtern ins Gespräch. Die waren genauso auf den DLV zu sprechen, wie wir hier auf der Seite. Warum 2 Tage? Wo ist da Kostenersparnis? Welche Wettkämpfe kann man zusammen legen? Müssen sich wirklich nur 5-6 “Hanseln” auf der Bahn verlaufen und so weiter…
Alles tolle Gedanken. Alles reale Vorstellungen. Alles relativ einfach zu händeln. Warum nur tun wir das alles nicht, verwirklichen die schönen Gedanken und Ideen? Um unseren schönen Gehsport einfach weiter ordentlich zu betreiben, ihn weiter zu entwickeln? Was hindert uns dabei daran (eine Gehsportkommission mit Kompetenz zu bilden)?
